Spektrale Signaturen
Objekte auf der Erdoberfläche absorbieren
und reflektieren das Licht unterschiedlicher Wellenlängen in objektspezifischer
Weise. Diese "spektralen Fingerabdrücke" werden bei der
Fernerkundung analysiert (Klassifikationen). Laborexperimente
mit Spektrometern ergeben spezielle Kurven, die das Spektralverhalten
eines Objekts zeigen. Die unteren Abbildungen geben einen kleinen
Einblick. Die ersten 5 Diagramme beschäftigen sich bevorzugt mit
der Vegetation, das letzte Diagramm zeigt Besonderheiten von Mineralien
(Geologie).
Bei Landsat stehen nur 6 Ausschnitte
aus einem kontinuierlichen Kurvenverlauf einer spektralen Signatur
zur Verfügung. Neue Erdbeobachtungsinstrumente haben deshalb z.T.
mehr als 30 Sensoren, also eine höhere spektrale
Auflösung.
Bei der Auswertung ergibt sich ein
Problem. Die Laborversuche lassen sich nur selten 1:1 in die
Natur übertragen. - Wo gibt es schon eine homogene Fläche
mit nur einem Objekt, z.B. rotlaubige Bäume? (Problem der räumlichen
Auflösung, Mischpixel) - Der Blattflächenindex
(LAI) kennzeichnet, wieviel Boden zwischen den Blättern von Pflanzen
zu sehen ist. Blätter und Boden zusammen ergeben in der Regel für
die Sicht von oben Mischpixel. Das Spektralverhalten von
Pflanze und Boden lässt sich so lange nicht trennen, als sie beide
gleichzeitig sichtbar sind. Erst bei "Blattschluss" =
LAI = 100% ist die spektrale Signatur von Vegetation in der Natur
eindeutig zu identifizieren. Bei einem LAI nahe 0%, also ohne Vegetation,
ist der Ackerboden gut zu analysieren. - Der jahreszeitliche
und der witterungsbedingte Wechsel bei Absorption und Reflexion
ist sehr stark. (Problem der zeitlichen
Auflösung)





 Quelle:
GFZ
Potsdam
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