1.
Allgemeines
Das
Ökosystem Gewässer ist durch seine Besiedlung
mit Wasserorganismen (Algen, Wasserpflanzen, Mikroorganismen,
Insekten,Würmern etc.) gekennzeichnet. Die
Zusammensetzung der vorgefundenen Lebensgemeinschaften
lassen eine Bestimmung des qualitativen Zustandes des
Fließgewässers zu (Saprobienindex).
Die Methode ist auf ständig oder zeitweise
frei fließende, oberirdische Gewässer anwendbar.
Sie kann nicht
oder nur
mit erheblichen Einschränkungen
auf stehende Gewässer (Teiche, Seen, Talsperren)
angewendet werden.
2.
Durchführung
Das Verfahren
ist grundsätzlich ganzjährig anwendbar, sollte
aber am besten bei mittleren Niedrigwasserständen
durchgeführt werden. Der Zeitpunkt der
Untersuchung (Datum, Zeit, hydrologische Verhältnisse,
Wetterverhältnisse) sind auf dem Protokoll zu vermerken.
Im Protokoll muß die Lage der Probenahmenstelle
eindeutig beschrieben werden, damit sie bei einer erneuten
Untersuchung wieder einwandfrei gefunden werden kann.
Zur Beschreibung gehört auch eine Aufzählung
der physiographischen Beschaffenheit (Steilheit der
Ufer, Bewuchs, Gewässerbett, Umland).
Bei der Probenahme müssen möglichst alle vorhandenen
und für das Gewässer typischen Lebensräume
(Habitate) wie Sand- Kiesbänke, Kehrwasserbereiche
mit Schlammansammlung, große Steine, Totholz etc.
abgesammelt werden. Die gesammelten Organismen sollten
am Gewässer bestimmt und danach wieder in
das Wasser gesetzt werden.
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