Gewässergüte

 

Außerdem kann man auch mit chemischen und physikalischen Richtwerten ebenfalls eine brauchbare Klassifikation vornehmen.

Bereits seit etwa 100 Jahren macht man sich die Eigenschaft der Wasserlebewesen, den Zustand eines Gewässers auch über einen länger zurückliegen- den Zeitraum anzuzeigen, zunutze. Besonders für den Grad der Gewässerverschmutzung durch Abwässer, die unter Sauerstoffverbrauch abgebaut werden, gibt es ein treffsicheres und bewährtes Verfahren. Daraus hat man die bis heute wichtigste biologische Norm in Deutschland gemacht: Saprobiensystem.
Quelle: www.nua.nrw.de

(sapros = griechisch: Fäulnis).
Die Funktionsweise dieses biologischen Indikatorsystems ist einfach zu verstehen: Auch Wassertiere brauchen
Sauerstoff, bestimmte Arten besonders viel, z.B. die Bewohner von Bergbächen, andere kommen mit weniger aus, z.B. die Arten eines Tieflandflusses. Alle Gewässerbewohner haben jedoch bezüglich ihrer Sauerstoffansprüche ein bestimmtes Minimum; Wird dieses unterschritten, verschwinden anspruchsvollere Arten, und solche, die mit wenig Sauerstoff auskommen, breiten sich in Massen aus. In extrem belasteten und daher fast sauerstofffreien Gewässern findet man praktisch keine Makrozoobenthos-Arten; Mikroorganismen (Bakterien, Einzeller), die für die Abwasserreinigung wichtig sind, gelangen hier zu großer Entfaltung.
Quelle: www.nua.nrw.de

 


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