Zur Vorgeschichte der Projekte SatGeo

- Ein Fachkollege sagte in den 90-er Jahren:
"Jede Atlaskarte ist genauer als ein Satellitenbild". Hätte er nur Frederic Vester gelesen! Eine gestörte Wahrnehmung war Ursache für diese Fehleinschätzung.

- Andere stoßen sich an einer Formulierung der Vision für die laufende UN-Dekade BNE:
"Die nächste Generation soll es nicht schlechter haben als wir in unseren besten Tagen." Der Satz sei zu negativ formuliert. Auch dies zeigt in unseren Augen eine gestörte Wahrnehmung. Entwicklungsnotstände bei Jugendlichen (Arbeitslosigkeit, Orientierungslosigkeit, Identitätsverlust, Mangel an Verantwortungsbewusstsein) und sich verstärkende Disparitäten auf dieser Welt als Folge der Globalisierung, des Global Change und des gesellschaftlichen Wandels in Deutschland werden nicht registriert und nicht reflektiert.

- Der Umgang von Jugendlichen mit High-Tech (Computer, Internet&Co.) läuft in völlig anderen Bahnen als bei Erwachsenen. Dies trifft besonders die Lehrer. Wie sollen sie damit umgehen?

- Eine UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ohne erkennbare Beiträge der Schulgeographie zeigt auch eine gestörte Wahrnehmung. Was soll denn nachhaltig entwickelt werden? Nur der Mensch oder der menschliche Lebensraum mit den Menschen? Die Geographie beschäftigt sich mit dem menschlichen Lebensraum!

Die InfoSCHUL-Projekte der Jahre 1997 bis 2002 als Fördermaßnahme des BMBF zur High-Tech-Integration in der Schule, das DBU-Projekt Umweltspione aus den Jahren 2003 bis 2006 und die PISA-Diskussion zu einer zukunftsfähigen Schule bestärken uns darin, unsere Erfahrungen einem breiten Kreis von Schulgeographen zugänglich zu machen. Unsere Websites mit Materialien für den Geographie-Unterricht und unser Netzwerk "Geowerkstätten" mit Lehrerfortbildungs-Ideen folgen dieser Absicht. Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist ein starker Impuls für unsere Arbeit.

Vielleicht wollen auch Sie sich aktiv einbringen?

http://umweltspione.de

http://satgeo.zum.de